
komm auf Tour – Projektmodule im Überblick
Die Module von „komm auf Tour“, ob im außerschulischen Raum, digital oder in der Schule, folgen demselben Prinzip: Stärken entdecken, Orientierung gewinnen und Perspektiven entwickeln. Sie fördern Selbstwahrnehmung, stärken Entscheidungsfähigkeit und schaffen eine Verbindung zwischen Alltag, Schule und Berufsfeldern und eröffnen zugleich Raum, um eigene Zukunftsvorstellungen zu entwickeln und mutige Schritte in Richtung persönlicher Zukunftspläne zu wagen.
Die Module lassen sich flexibel in regionale Konzepte einbinden und sind einzeln umsetzbar oder lassen sich gezielt kombinieren. Sinus – Büro für Kommunikation GmbH bietet mit „komm auf Tour“ für alle Phasen der Beruflichen Orientierung „Einstimmen“, „Erkunden“, „Entscheiden“ und „Erreichen“ passende Module an.
Ein wesentlicher Charakter unserer Arbeit besteht darin, Formate für Bezugspersonen der Schüler:innen, insbesondere Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte, in digitaler, hybrider und analoger Form bereitzustellen. So werden alle Beteiligten in den Prozess einbezogen und die Wirkung des Projekts nachhaltig verankert.
Print- und Digitalmaterialien denken wir dabei als Dokumentations-, Informations- und Motivationsinstrumente mit. Sie unterstützen Reflexion, Gesprächsanlässe und die Anbindung an bestehende Strukturen der Beruflichen Orientierung.
Einstimmungsphase: Orientieren & Stärken entdecken
Der erste Schritt in die Berufliche Orientierung ist das Kennenlernen der eigenen Stärken und Interessen. In der Einstimmungsphase werden Jugendliche motiviert, ihre Fähigkeiten zu entdecken, Verantwortung zu übernehmen und erste Zukunftsbilder zu entwickeln.


Im Mittelpunkt steht ein über 500 m² großer interaktiver Erlebnisparcours mit sechs Stationen. Ab ca. 450 teilnehmenden Schüler:innen wird der Parcours für mehrere Tage vor Ort aufgebaut. Schüler:innen der 7. und 8. Klassen gehen hier in kleinen Gruppen auf Entdeckungsreise ihrer Stärken und erhalten erste Impulse zur Beruflichen Orientierung und Lebensplanung. Sie verknüpfen ihre Stärken mit möglichen Berufsfeldern und erkennen dabei, wie eng persönliche Fähigkeiten und Alltagserfahrungen miteinander verbunden sind. Pädagogische Fachkräfte moderieren die Stationen gemeinsam mit regionalen und bezirklichen Beratungsstellen und begleiten die Teilnehmenden aktiv durch den Parcours.
Sollten Schüler:innen erkranken und nicht am Erlebnisparcours teilnehmen können, steht ihnen das digitale Selbstlernmodul „Stärken entdecken zu Hause“ zur Verfügung. So wird sichergestellt, dass alle Schüler:innen einer Klasse an der Nachbereitung teilnehmen können.

Die digitalen Stärken-Workshops ermöglichen Berufliche Orientierung im virtuellen Raum – live, interaktiv und ortsunabhängig. In einem 90-minütigen Format arbeiten Schulklassen gemeinsam mit zwei pädagogischen Fachkräften an Aufgaben, die an den Erlebnisparcours angelehnt sind. Die Teilnehmenden entdecken ihre individuellen Stärken, verknüpfen sie mit Alltagserfahrungen und ersten Berufsfeldern.
Die Umsetzung erfolgt im schulischen Umfeld und lässt sich flexibel in den Unterricht integrieren. Das Format eignet sich besonders für Schulen, die „komm auf Tour“ digital umsetzen möchten oder eine Variante bevorzugen, die keine zusätzliche logistische Organisation für die Anreise zu einem Veranstaltungsort erfordert.

Der Erlebnisraum eröffnet Schüler:innen ab der 7. Klasse einen spielerischen und praxisnahen Zugang zur Beruflichen Orientierung. In einem interaktiven Stationslauf setzen sich die Jugendlichen mit ihren individuellen Stärken, Interessen und Zukunftsvorstellungen auseinander.
An fünf abwechslungsreichen Stationen – vom „Stärken Check-In“ über „Meine Szene“ bis hin zu „Meine Wohnung“ – lösen die Teilnehmenden kreative Aufgaben und kleine Herausforderungen. Dabei erleben sie, dass persönliche Stärken bereits im Alltag sichtbar werden und in enger Verbindung zu beruflichen Möglichkeiten stehen.
Die Jugendlichen lernen, eigene Fähigkeiten bewusster wahrzunehmen, entdecken spannende Berufsfelder und entwickeln erste Zukunftsperspektiven. Durch die handlungsorientierten Übungen sammeln sie Erfolgserlebnisse, stärken ihre Selbstwirksamkeit und gewinnen Orientierung für ihren weiteren Weg. Der Erlebnisraum verbindet Berufliche Orientierung mit Erlebnis, Motivation und persönlicher Entwicklung – niedrigschwellig, stärkenorientiert und nachhaltig. Er kann für sich allein als Auftakt der Beruflichen Orientierung stehen, oder in Verbindung mit der Zukunftswerkstatt, eine erste berufliche Praxiserfahrung rahmen.

„Be ok“ richtet sich an Schüler:innen der 5. – 7. Klasse und eröffnet den Weg in die Berufliche Orientierung frei von Rollenbildern und Klischees. In einer projektorientierten Schulwoche entdecken ganze Jahrgänge ihre Stärken und entwickeln erste Zukunftsideen – ohne sich von Geschlechterstereotypen einschränken zu lassen.
Die Module bestehen aus mehreren Workshops und Stationen, die Selbstreflexion, Teamarbeit und kreative Methoden vereinen. Ziel ist es, Selbstbewusstsein und Offenheit zu fördern und Jugendliche frühzeitig für eine klischeefreie Lebens- und Berufsplanung zu sensibilisieren.

Das Modul Zukunftsmusik eröffnet kreative Wege der Selbstreflexion. Gemeinsam mit Künstler:innen entwickeln Jugendliche Songs, Texte oder Performances rund um ihre Stärken, Träume und Zukunftsvorstellungen.
Durch gemeinsames Schreiben, Komponieren und Auftreten entstehen Momente von Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft – kreative Ausdrucksformen, die Berufliche Orientierung emotional erlebbar machen. Zukunftsmusik zeigt, wie Kunst und Persönlichkeitsentwicklung zusammenwirken und Mut für den eigenen Lebensweg entsteht.
Erkundungsphase:
Stärken in Arbeitswelten erleben
In der Erkundungsphase geht es darum, Stärken in der Praxis zu erproben und berufliche Realitäten kennenzulernen. Jugendliche erleben Betriebe aus nächster Nähe, entdecken Berufsbilder und erkennen, wie ihre Fähigkeiten in der Arbeitswelt gefragt sind.


Die Stärkenexpedition im Betrieb verbindet Schule und Arbeitswelt unmittelbar miteinander. Schulklassen besuchen regionale Betriebe und erleben dort, wie ihre eigenen Stärken im Berufsalltag sichtbar werden. Sie beobachten, probieren aus und erfahren, welche Tätigkeiten und Kompetenzen hinter unterschiedlichen Berufsbildern stehen.
Begleitet werden sie von pädagogischen Fachkräften und Lehrkräften, während Auszubildende als Role Models authentische Einblicke geben. Das Modul fördert Begegnung, Selbstwirksamkeit und realistische Berufsvorstellungen.

Die Stärken-Rallye überträgt das Prinzip der Expedition auf die lokale Ebene. Schulklassen erkunden Betriebe im Stadtteil oder Gewerbegebiet – von der Bäckerei bis zum Handwerks- oder Einzelhandelsbetrieb. Dabei erfahren sie, wie vielfältig Berufsfelder in der eigenen Umgebung sind und wo ihre Stärken im Alltag gebraucht werden.
Das Format eignet sich besonders für Kommunen mit vielen kleineren Betrieben, die keinen längeren Besuch abbilden können. In kompakten Stationen erleben Jugendliche praxisnah, wie wirtschaftliche Vielfalt und persönliche Stärken zusammenwirken.

Mit dem Stärkenleitsystem werden Berufsmessen zu Erlebnisorten der Beruflichen Orientierung. Die Jugendlichen haben idealerweise eines der „komm auf Tour“ Module bereits mit ihrer Klasse durchlaufen oder identifizieren am Messestand von „komm auf Tour“ ihre individuellen Stärken und nutzen diese anschließend als Leitfaden, um passende Aussteller:innen gezielt anzusprechen.
Die Stärkensymbole fungieren dabei als visuelles Orientierungssystem an den Ständen und auf Materialien. Sie erleichtern eine selbstgesteuerte Navigation über die Messe und fördern Gespräche zwischen Jugendlichen und Betrieben auf Augenhöhe. Auf diese Weise werden Messebesuche zu persönlichen Lernmomenten, die Orientierung schaffen und den Austausch über berufliche Perspektiven lebendig gestalten.
Entscheidungs- & Erreichungsphase:
Zukunftswege stärkenorientiert gestalten
In der Entscheidungs- & Erreichungsphase stehen Ausdruck, Kreativität und Selbstwirksamkeit im Mittelpunkt. Es werden Erfahrungen reflektiert und in konkrete nächste Schritte überführt, etwa bei der Planung von Praktika, Bewerbungen oder Berufsfeldern. Schüler:innen erleben, wie persönliche Stärken sichtbar werden können, jenseits klassischer Lernräume.


Die Zukunftswerkstatt knüpft direkt an erste Praxiserfahrungen der Jugendlichen an, beispielsweise nach einer Berufsfelderprobung, einer Betriebserkundung, dem Girls’Day/Boys’Day oder einem ersten Praktikum. Sie richtet sich demnach an Schüler:innen ab der 8. Klasse.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wo stehe ich gerade – und was passt zu mir? Gemeinsam reflektieren die Schüler:innen ihre bisherigen Erfahrungen, erkennen, welche Stärken sie bereits erfolgreich einsetzen konnten, und entwickeln daraus konkrete Ideen für ihren weiteren Berufsorientierungsprozess.
Durch kreative und stärkenorientierte Methoden werden praktische Erlebnisse greifbar gemacht und mit persönlichen Interessen sowie beruflichen Perspektiven verbunden. Die Jugendlichen gewinnen mehr Klarheit über ihre Fähigkeiten, entdecken passende Berufsfelder und formulieren erste nächste Schritte für ihre Zukunft.
Die Zukunftswerkstatt stärkt Selbstvertrauen, Motivation und Entscheidungskompetenz und unterstützt Jugendliche dabei, ihren eigenen Weg bewusst und zuversichtlich zu gestalten.

Im Rahmen der Kompetenzwerkstatt ist eine Kombination mehrerer Module möglich. Besonders gute Erfahrungen wurden mit den drei Modulen Erlebnisraum, Stärkenexpedition im Betrieb und Zukunftswerkstatt gemacht, die „komm auf Tour“ zu einem mehrtägigen Gesamtprojekt verbinden. Dieses begleitet Schüler:innen von der Entdeckung ihrer Stärken über deren Erprobung im Betrieb bis hin zur Planung ihrer nächsten Schritte.
Das Modul erstreckt sich meist über mehrere Wochen und ermöglicht so eine nachhaltige Auseinandersetzung mit Beruflicher Orientierung. Neben der Förderung von Jugendlichen stärkt die Kompetenzwerkstatt auch die Fachkräftesicherung in der Region: Schulen, Betriebe und Beratungsstellen arbeiten eng zusammen, um Übergänge zwischen Schule und Beruf aktiv zu gestalten.



